Hausstauballergie – was ist das?
Bei der Hausstauballergie handelt es sich um eine Allergie vom Sofort-Typ: Innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten nach Kontakt mit dem Allergen stellen sich die ersten Symptome ein. Wichtige Fakten zur Hausstauballergie im Überblick.
Hausstauballergie: Die wichtigsten Fakten
Neben Heuschnupfen und Tierallergien zählt die Hausstauballergie zu den häufigsten Allergiearten. Der Auslöser der Beschwerden findet sich im Hausstaub. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Allergie nur bei Menschen auftritt, deren Wohnung schlecht gereinigt ist. Das ist allerdings ein Trugschluss.
Die Hausstauballergie…
- …ist eine Allergie gegen Bestandteile des Hausstaubs: Die Hausstaubmilbe – insbesondere der Milbenkot – gelten als die Hauptauslöser der Beschwerden. Daher wird oft auch von der Hausstaubmilbenallergie gesprochen. Mehr erfahren
- …ist eine sogenannte „inhalative Allergie“: Die Allergieauslöser werden eingeatmet und lösen Symptome in den Atemwegen (aber auch an den Augen) aus.
- …ist eine Allergie vom Sofort-Typ. Das bedeutet, dass sich die ersten Allergiesymptome innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten nach dem Kontakt mit den Milbenallergenen einstellen. Mehr erfahren
Gut zu wissen: Im Gegensatz zum Heuschnupfen treten die Symptome der Milbenallergie ganzjährig auf. Typischerweise verschlimmern sich die Beschwerden im Bett, da die Milbendichte speziell in der Matratze besonders hoch ist. Daher leiden Betroffene vor allem abends, nachts und morgens unter den Symptomen.
Hausstauballergie – was tun?
Falls Sie den Verdacht haben, an einer Milbenallergie zu leiden, sollten Sie sich an einen Arzt, am besten einen Allergologen, wenden. Im Rahmen der Allergie-Diagnostik können verschiedene Tests zum Einsatz kommen.
Sollte der Arzt Ihren Verdacht bestätigen, ist eine konsequente Behandlung wichtig.
Tipps bei Hausstaubmilbenallergie
Häufige Fragen rund um die Hausstauballergie
In der frühen Krankheitsphase ähneln die allergischen Symptome jenen eines Heuschnupfens oder einer Erkältung. Fließschnupfen, Niesreiz und tränende Augen zählen zu den klassischen Beschwerden. Im Gegensatz zu einer Erkältung jucken Nase und Augen häufig. Und anders als bei Heuschnupfen treten die Symptome einer Hausstauballergie ganzjährig auf und sind morgens, abends und nachts besonders stark ausgeprägt. Viele Betroffene klagen infolge der Allergie auch über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Müdigkeit. Wenn die Allergie länger besteht, ist die Nase oft dauerhaft verstopft. Mehr erfahren
Ein wichtiger Grundpfeiler der Behandlung ist die Reduktion der Milbenbelastung in den eigenen vier Wänden. Da man die kleinen Mitbewohner trotz aller Anstrengungen nicht vollständig los wird, ist es immer wieder notwendig, akute allergische Symptome mit Medikamenten zu behandeln. Das ist auch wichtig, um die Entzündung in den Atemwegen zu lindern – denn die kann auf Dauer Schäden anrichten. Mehr erfahren
Der Lieblingsplatz der allergieauslösenden Milben ist unser Bett – speziell in der Matratze tummeln sich die ungebetenen Gäste in hoher Dichte. Der Schlafplatz ist daher ein wichtiger Angriffspunkt für die Anti-Milben-Maßnahmen: Wöchentliches heißes Waschen der Bettwäsche kann die Milbenzahl verringern. Um den Kontakt mit den Milbenallergenen so gut wie möglich zu vermeiden, sollte die Matratze und das Bettzeug mit speziellen Schutzbezügen (Encasings) ausgestattet werden – sie halten die allergieauslösenden Bestandteile im Inneren. Mehr erfahren
Grundsätzlich können Allergien in jedem Alter auftreten – und wieder verschwinden. Da bei älteren Menschen das Immunsystem schwächer wird, beobachtet man oft eine Besserung von Allergien. Doch auch der umgekehrte Fall, nämlich dass eine Allergie erst im Alter auftritt, ist keine Seltenheit.